VI. Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien


Mit dem VI. Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien

beschließen wir das erste Jahrzehnt unserer Tätigkeit, unser herzlichster Dank richtet sich an alle Personen und Institutionen in Österreich, Lateinamerika und Spanien, die die bisherigen Veranstaltungen möglich gemacht haben.

Zur Feier unseres 10-jährigen Jubiläums haben wir bedeutende Dichterinnen und Dichter eingeladen: Rodolfo Alonso (Argentinien), Coral Bracho (Mexiko), Elicura Chihuailaf (Chile), Olvido García Valdés (Spanien), Ana María Rodas (Guatemala) und Carlos-Enrique Ruiz (Kolumbien) aus dem spanischen Sprachraum, sowie Petra Ganglbauer, Robert Schindel und Waltraud Seidlhofer aus Österreich. Im heurigen Jahr haben wir darüber hinaus den großen schwedischen Dichter Kjell Espmark (Mitglied der Schwedischen Akademie) eingeladen, als eine Art Reverenz an die beiden letzten NobelpreisträgerInnen, Elfriede Jelinek und Mario Vargas Llosa, die ja aus Ländern unserer beiden Sprachräume stammen.
Die Teilnahme von derart herausragenden VertreterInnen der spanischen,  deutschsprachigen und schwedischen Literatur sowie des Mapudungun, der Sprache des Volks der Mapuche (im Fall unseres Gastes aus Chile, Elicura Chihuailaf) erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit und macht das diesjährige Festival zu einem einzigartigen und unwiederholbaren Ereignis.

Seit Beginn unserer Tätigkeit vor zehn Jahren haben wir mit fast unüberwindlichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, um ein Festival dieser Art zu organisieren, das fast ausschließlich lateinamerikanischen und österreichischen DichterInnen gewidmet ist. Das hat sich auch in diesem Jahr nicht geändert, doch mit Enthusiasmus kann man manchmal mehr erreichen als mit Geld. So haben wir ab 2008 – mit der dankenswerten Unterstützung des Literaturhauses Wien, der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Instituto Cervantes – den Zyklus ¡En español, por favor! ins Leben gerufen, in dessen Rahmen wir ProsaautorInnen (und natürlich auch DichterInnen) eingeladen haben, mit österreichischen Schriftstellerinnen in einen literarischen Austausch zu treten. Wir sind für jeden Beitrag von Ihrer Seite offen, der es uns ermöglichen würde, unsere Bemühungen zur Verbreitung bemerkenswerter Literatur aus Lateinamerika, Spanien und Österreich fortzusetzen. Vielen Dank im voraus!

Was das diesjährige VI. Festival angeht, möchten wir uns bei folgenden Institutionen für ihre großzügige Unterstützung bedanken: Österreichisches Bundesministerium für Kunst und Kultur, Stadt Wien Kultur, Schwedische Botschaft, Grazer Autorinnen Autorenversammlung, GAV, Instituto Cervantes, Literaturhaus Wien, CentrOnce, Institut für Romanistik und Abteilung für Skandinavistik der Universität Wien, Hauptbücherei Wien, Mexikanischer Rat für Kultur und Kunst, Conaculta, Kulturforum MexiContacto und wie immer konnten wir auf die Hilfe von Labyrinth, der Vereinigung englischsprachiger DichterInnen in Wien, zählen.

Eine Veranstaltung wie diese steht und fällt mit der Übersetzung; mein ganz besonderer Dank gilt daher der unschätzbaren Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer, die an den bisherigen Festivals mitgewirkt haben. Namentlich gedankt sei den Übersetzerinnen Eva Srna und Birgit Weilguny, die von Anfang an ganz wesentlich zur effektiven Gestaltung dieses Festivals beigetragen haben. Ohne sie, aber selbstverständlich auch ohne die Arbeit aller anderen beteiligten Übersetzerinnen, wäre diese Aufgabe schlicht undurchführbar gewesen.

Und nicht zuletzt herzlichen Dank Ihnen allen, die Sie uns an diesen vier Tagen der Poesie begleiten werden, an denen wir einmal mehr die Gelegenheit haben, zehn namhafte Stimmen unserer beiden Literaturen zu hören.

Enrique Moya

Foro Literario Austria – América Latina