VII. Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien



Die ÜbersetzerInnen


Cristina Rascon

Cristina Rascón (Sonora, Mexiko, 1976)

Schriftstellerin und literarische Übersetzerin, Studium der Volkswirtschaft. 2006 erhielt sie den Lateinamerikanischen Benemérito-de-América-Preis für ihren Erzählband Hanami. Sie übersetzte zwei Gedichtbände des Lyrikers Tanikawa aus dem Japanischen ins Spanische (Sekenshirazu und Hokuseido-shoten), sowie für iberoamerikanische Zeitschriften und Anthologien Gedichte von Ishigakirin, Aida, Machi, Shiki, Bashō, Santōka und Akutagawa; Robert Fillious A Selection from 1000 Basic Japanese Poems sowie Gedichte von Peter Waugh, Rati Saxena und Hanane Aad übersetzte sie aus dem Englischen ins Spanische. Darüber hinaus war sie als Consultant für die UNO in Wien tätig und wurde als Artist in Residence nach China, Kanada und Brasilien eingeladen. Ihre Erzählungen, Gedichte, Kurzgeschichten und Haiku sind in mehreren Verlagen und Sprachen erschienen. Sie ist Mitglied des mexikanischen Sistema Nacional de Creadores de Arte (SNCA/FONCA).


Claudia Sierich


Claudia Sierich (Caracas, 1963)

In zwei Sprachen und Kulturen gross geworden; lebt in Berlin und Caracas. Freiberufliche Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin. Postgraduate-Studium der lateinamerikanischen Literatur an der Universidad Simón Bolívar (Caracas). Ihr Gedichtband Imposible de Lugar erhielt den Preis für unverlegte Dichter 2008 des Verlags Monte Ávila und wurde 2010 mit dem Literaturpreis der Stadt Caracas ausgezeichnet. Literarische Übersetzungen: der Bestseller-Roman La luna de Fausto von F. Herrera Luque ins Deutsche (Faustmond); Schwarze Jungfrauen von Senkel/Zaimoglu (Gegenwartstheater) sowie Gedichte der österreichischen Autoren Friedrich Achleitner, Andreas Okopenko und Elfriede Gerstl ins Spanische. 2011 erschien ihr zweiter Gedichtband dicha la dádiva bei Equinoccio. Seit 2008 führt sie „Lenguas en poesía“, ein Format, das bekannte venezolanische Dichter mit anderem kulturellem Hintergrund ihre Übertragungen von zeitgenössischen, oftmals im spanischprachigen Raum wenig bekannten Dichtern der Welt vortragen lässt.


Eva Srna


Eva Srna (Wien, 1951)

Übersetzerstudium an der Universität Wien (Spanisch, Englisch). Akademische Lateinamerikanistin. Seit 2002 literarische Übersetzungen für diverse Veranstaltungen, seit 2003 Mitarbeit am Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien, Übersetzung spanischer und lateinamerikanischer Lyrik (u. a. von Juan Bañuelos, Coral Bracho, Pura López Colomé, Marcia Mogro, Enrique Moya, Esperanza Ortega, Mercedes Roffé, Carlos-Enrique Ruiz, Laura Yasan, Norah Zapata-Prill) und Prosa (u. a. von Gustavo Martín Garzo, María Kodama, Cristina Rascón Castro, Luisa Valenzuela). Filmuntertitelungen sowie Übersetzung geisteswissenschaftlicher Texte ins Deutsche. Derzeit Master-Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Wien.


Petra Strien-Boumer


Petra Strien-Bourmer (Solingen, Deutschland, 1951)

Studium der Romanistik, Linguistik und Geschichte in Köln. Freiberufliche Übersetzerin spanischer und lateinamerikanischer Lyrik und Prosa. Übersetzte Autoren u. a.: Delmira Agustini, Adolfo Bioy Casares, Rosario Castellanos, Antonio Gamoneda, Juan Gelman, Laura Esquivel, Leopoldo Lugones, Sergio Pitol, Angeles Mastretta, Silvina Ocampo. Als promovierte Romanistin leitet sie seit den 1980er Jahren an verschiedenen Universitäten Seminare für spanische und lateinamerikanische Literatur sowie literarisches Übersetzen mit dem Schwerpunkt Lyrik. Sie war mehrmals Mitglied der Jury des spanischen Reina-Sofía Preises für spanische und lateinamerikanische Lyrik.


Birgit Weilguny


Birgit Weilguny (Wien, 1980)

Studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Übersetzen in die Sprachen Spanisch und Englisch in Wien. Seit 2005 ist sie für das Festival Lateinamerikanischer Poesie (Lateinamerikanisch-Österreichisches Literaturforum) tätig. Lyrikübersetzungen für Lesungen (Rodolfo Alonso, María Victoria Atencia, Miguel Casado, Carolina Lorca, Eduardo Mitre, Daniel Múxica, Joaquín Marta Sosa, Olvido García Valdés), Prosa (Luisa Valenzuela, Eduardo Labarca, Eduardo Liendo, Víctor Rojas) und Theaterstücke (Jesús García Campos); Untertitel für die Schau Das Goldene Zeitalter. Film in Mexiko 1930–1954 im Filmmuseum Wien; Übersetzungslektorate; Stipendien für Übersetzungsprojekte und Teilnahme an Workshops im In- und Ausland, u. a. Neues Schreiben am Burgtheater Wien, Hieronymusprogramm für Literaturübersetzer (Mentor: Jürgen Dormagen), Mentoringprogramm des bmu:kk und Wortschmiede im Rahmen der Buchmesse in Buenos Aires (2014); Lehrbeauftragte an der Universität Wien.


Enrique Moya

Enrique Moya (Caracas, Venezuela, 1958)

Österreicher venezolanischer Herkunft. Dichter, Schriftsteller, literarischer Übersetzer, Essayist, Herausgeber, Musik- und Literaturkritiker.
 Seine Gedichte sind in mehrere Sprachen übersetzt und publiziert worden. Auf Einladung von zahlreichen Lyrik-Festivals und Universitäten hat er weltweit an Dichterlesungen teilgenommen und Vorträge über Literatur gehalten. Seine Arbeiten in verschiedenen literarischen Genres sind in einschlägigen Zeitungen und Zeitschriften in Lateinamerika, Europa, Asien und den USA erschienen. Als langjähriger Leiter des Lateinamerikanisch-Österreichischen Literaturforums hat er sich mit verschiedenen Aktivitäten große Verdienste um die Verbreitung lateinamerikanischer Literatur erworben.
Veröffentlichungen (Gedichtbände): Café Kafka (2005); Teorías de la piel. Manual del desamor (2006); Poemas de la razón nocturna. Anthologie (2012). Erzählung: El mundo sin geometría (Caracas, 2013) u. a.