VIII. Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien



Die AutorInnen – Lesungen vom 1. bis 4.Juni 2016


Jorge Cadavid

Jorge Cadavid (Pamplona, Kolumbien, 1962)

Dichter, Essayist, Doktor der Philosophie. Studium der Sprachwissenschaft und Literatur an der Universität von Pamplona, Kolumbien. Er erhielt mehrere Preise, u. a. 2008 den Kolumbianischen Preis für Poesie der Universität von Antioquia und 2015 den Kolumbianischen Preis für Poesie der Stadt Bogotá. Aus seinem dichterischen Werk seien u. a. folgende Gedichtbände genannt: Diario del entomólogo (2003), Tratado de cielo para jóvenes poetas (2008), Los ojos deseados (2011), Pequeña historia de la fotografía (2015) und Los cuadernos del inmunólogo Miroslav Holub (2016). Einige Beispiele seines essayistischen Werks sind in dem Buch Ensayos sobre poesía y mística sufí (2013) enthalten. Derzeit ist er Professor für Literatur an der Universidad Javeriana von Bogotá.


Manfred Chobot

Manfred Chobot (Wien, 1947)

Dichter, Prosaschriftsteller, Herausgeber sowie Verfasser von Hörspielen und Features für Radio und Fernsehen. 2006 erhielt er den Literaturpreis des Landes Burgenland, 2007 den BEWAG-Literaturpreis. Aus Manfred Chobots vielseitigem und umfangreichem Werk seien nur ein paar Beispiele erwähnt, darunter die Gedichtbände: Ausgewählte Gedichte (2007), nur fliegen ist schöner. sólo volar es más hermoso. Gedichte, zweisprachig deutsch-spanisch (2006) und Römische Elegien: 69 und 6 Ein/Stellungen zur Liebe (2000), sowie als Beispiele für seine Prosa: Mich piekst ein Ameisenbär (2013) und Doktor Mord. 52 Mini-Krimis (2015). Er ist Vorstandsmitglied der GAV (Grazer Autorenversammlung) und der IG Autorinnen Autoren.


Gerhard Jaschke

Gerhard Jaschke (Wien, 1949)

Dichter, bildender Künstler, Hörspielautor und Herausgeber. Lehrbeauftragter für Literatur und Sprachkunst an der Akademie der bildenden Künste Wien von 1986 bis 2009. Er erhielt für sein literarisches Werk zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. 1993 den Victor Otto Stomps-Preis der Stadt Mainz, 2010 den Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur sowie Autorenstipendien des Staates Österreich und der Stadt Wien. Schon von Beginn an zeichnete sich Gerhard Jaschkes inzwischen umfangreiches Werk durch eine außergewöhnliche Vielfalt aus. Einige Beispiele seines dichterischen Schaffens: alles in allem (1999), alles klar / natürlich (2000), Zu guter Letzt, (2002), rund um die grüne soße (2009), Abwesend anwesend. Anwesend abwesend (2012).


Esperanza Ortega

Esperanza Ortega (Palencia, Spanien, 1953)

Dichterin, Prosaschriftstellerin, Essayistin und literarische Übersetzerin. Sie erhielt mehrere Literaturpreise, darunter den renommierten Premio Gil de Biedma für Poesie, den Premio Jaua de Cuentos in der Sparte Erzählung und den Premio Giner de los Ríos für Essayistik. Aus ihrem dichterischen Werk seien folgende Gedichtbände hervorgehoben: Hilo solo (1995), Como si fuera una palabra (2002), Poema de las cinco estaciones (2007) und die Anthologie La mano sobre el papel (2010). Als literarische Übersetzerin aus dem Italienischen hat sie sich mit der Publikation einer Auswahl der Werke von Dante Alighieri, Humberto Saba und Atilio Bertolucci einen Namen gemacht. Darüber hinaus ist sie Verfasserin zahlreicher literaturkritischer und wissenschaftlicher Publikationen.


Yolanda Pantin
Foto: © Pascual Borzelli

Yolanda Pantin (Caracas, Venezuela, 1954)

Dichterin und Verlegerin. Sie erhielt 1989 den von der Stiftung Fundarte gestifteten Preis für Poesie der Stadt Caracas und 2015 in Mexiko den Preis Poetas del Mundo Latino. Sie gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der zeitgenössischen venezolanischen Poesie, aus ihren Publikationen seien folgende Werke hervorgehoben: Casa o Lobo (1981), La Quietud (1998), La Épica del Padre (2002) und die Anthologie País (2014), die mehr als 30 Jahre ihres poetischen Schaffens umfasst. Yolanda Pantin gilt als Mitbegründerin der „Grupo Tráfico“, einer der interessantesten poetischen Strömungen Lateinamerikas. Darüber hinaus hat sie den Verlag Pequeña Venecia gegründet und jahrelang geleitet, der als Lyrik-Verlag in Venezuela hohes Ansehen genießt. Ihre Gedichte sind in Lyrikbänden und Anthologien erschienen und in mehrere Sprachen übersetzt worden.


Judith Nika Pfeifer
Foto: © Lukas Dostal

Judith Nika Pfeifer (Grieskirchen, Oberösterreich, 1975)

Dichterin, Prosaschriftstellerin, Performance-Künstlerin, Autorin von szenischen Texten sowie Projekten im Bereich von Musik und Transmedialer Kunst in Österreich und im Ausland, z. B. Automatenliteratur, Sisi Projekt, poems in situ. Sie erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, u. a. den Reinhard-Priessnitz-Preis (2012), das DOC-team Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (2010) und das Autorenstipendium der Stadt Wien (2009). Einige Beispiele ihrer Werke, darunter die Gedichtbände: und an den häusern hängen engel (2010), weil du die welt bist (2011), nichts ist wichtiger. ding kleines du (2012), manchmal passiert auch minutenlang gar nichts (2015), die poetische Collage: Das Sisi Projekt (2012) sowie der Erzählband: zwischen (2014).


Adolfo Ramírez


Adolfo Ramírez (Mexiko Stadt, 1987)

Dichter und Prosaschriftsteller. Er erhielt 2014 den Preis Cincuentenario de San Carlos von Sonora in der Sparte Kurzgeschichte. Obwohl er als oraler Dichter des urbanen Raums gilt, hat er auch Chapbooks veröffentlicht, u. a.: Léeme (2006), La sombra de la telaraña (2009) und La sombra de los perros (2013), Siento volando (2016) und der Roman: La locura y la pared (2015). Ramírez ist als Dichter einer der Exponenten neuerer Strömungen innerhalb der mexikanischen Literatur, vor allem von Spoken-Word-Performances, Slam Poetry und anderen Formen oraler Poesie, so hat er etwa als eingeladener Dichter an Box Slams teilgenommen. Darüber hinaus hat er Projekte zur Förderung der Literatur im urbanen Raum durchgeführt, z. B. in Mexiko-Stadt die Aktion: „Boleto para leer en el Metro“ (Lesefahrkarte für die U-Bahn).


Luis Osvaldo Tedesco


Luis Osvaldo Tedesco (Buenos Aires, Argentinien, 1941)

Dichter, Prosaschriftsteller, Essayist und Verleger. Studium der Literatur und Philosophie an der Universidad de Buenos Aires. Er erhielt 2008 den Domingo Faustino Sarmiento-Preis für sein literarisches Gesamtwerk und 2014 den Rosa de Cobre-Preis der Nationalbibliothek der Republik Argentinien. Einige herausragende Beispiele seines umfangreichen Werks: Vida privada (1995), Aquel corazón descamisado (2002), Lomas del Mirador (2006) und Hablar mestizo en lírica indecisa (2009). Er ist Leiter des in Argentinien hoch angesehen Verlags Grupo Editor Latinoamericano. Derzeit unterrichtet er an der Universidad Nacional de San Martín, wo er Workshops für Lyrik und Prosa leitet.


José
                  Antonio Dávila