IX. Festival Lateinamerikanischer Poesie in Wien



Die AutorInnen – Lesungen vom 6. bis 9.Juni 2018


Rómulo Bustos Aguirre

Rómulo Bustos Aguirre (Santa Catalina de Alejandría, Kolumbien, 1954)

Dichter und Essayist. Studium der Literatur, Rechts- und Politikwissenschaft an der Universidad de Cartagena, Kolumbien, und der Religionswissenschaft mit Doktoratsabschluss an der Universidad Complutense von Madrid. Er erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter den Kolumbianischen Staatspreis für Poesie (1993) und den Blas de Otero-Preis für Poesie (Spanien, 2009). Sein Werk umfasst mehrere Gedichtbände, besonders hervorgehoben seien: El oscuro sello de Dios (1988), Sacrificiales (2004) und De la dificultad para atrapar una mosca (2008), sowie seine Anthologie La pupila incesante (2013). Neben seiner Tätigkeit als Literaturprofessor an der Universidad de Cartagena bemüht sich Rómulo Bustos Aguirre im Rahmen der Reihe: Biblioteca Básica de Literatura del Caribe Colombiano um die Förderung von Schriftstellern aus seiner Heimatregion.


Luisa Futoransky

Luisa Futoransky (Buenos Aires, Argentinien, 1939)

Dichterin, Romanautorin und Essayistin. Studium der Rechtswissenschaft an der Universidad de Buenos Aires und der Zeitgenössischen Poesie an der Universität von Rom. Darüber hinaus studierte sie von 1965-1968 bei Jorge Luis Borges Englische Literatur. Luisa Futoransky erhielt für ihr Werk zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter in Argentinien dreimal den Preis für Poesie des Fondo Nacional de las Artes (1964, 1967 und 1970), in Spanien den Internationalen Carmen Conde-Preis für Poesie (1984) und in Frankreich den Literaturpreis des Centre National des Lettres (1993). Aus ihrem umfangreichen Werk, das mehr als dreißig Titel umfasst, seien folgende Gedichtbände hervorgehoben: Babel Babel (1968), Cortezas y fulgores (1997), Ortigas (2011) und Pintura rupestre (2014). In Frankreich wurde sie 1990 zum Chevalier des Arts et Lettres ernannt.


Sonja Harter

Sonja Harter (Graz, 1983)

Dichterin, Prosaautorin, Journalistin. Studium der Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz und an der Universität Wien. Sie erhielt mehrere bedeutende Preise und Stipendien, u. a. die Buchprämie des Bundeskanzleramts (2016), den Frauen.Kunst.Preis (2006) und den Literaturförderungspreis der Stadt Graz (2003). Veröffentlichte Gedichtbände: barfuß richtung festland (2005), einstichspuren, himmel (2008) und landpartiestorno (2015). Als Prosaautorin ist sie 2016 durch ihr prämiertes Romandebüt Weißblende hervorgetreten. Ihre dichterischen Arbeiten sind in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien erschienen. Sonja Harter arbeitet als Kulturredakteurin in der Österreichischen Presseagentur APA.


Wolfgang Hermann

Wolfgang Hermann (Bregenz, 1961)

Dichter, Prosaautor, Dramatiker und Essayist. Studium der Philosophie und Germanistik an der Universität Wien. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. die Buchprämie des Bundeskanzleramts (2013), den Anton-Wildgans-Preis (2006) und den Theodor-Körner-Preis (1992). Veröffentlichte Gedichtbände: Schlaf in den Fugen der Stadt (1993), Ins Tagesinnere (2002) und Schatten auf dem Weg durch den Bernsteinwald (2013). Einige Beispiele aus seinem erzählerischen Werk: Die Namen die Schatten die Tage (1991), Das Gesicht in der Tiefe der Straße. Momente einer Stadt (2004) und Abschied ohne Ende (2012). Wolfgang Hermann ist Mitglied des PEN-Club International in Deutschland. Derzeit lebt er in Wien.


David Huerta
Foto: © Arturo Orta

David Huerta (Mexiko-Stadt, 1949)

Dichter, Essayist, literarischer Übersetzer, Journalist und Herausgeber. Studium der Philosophie und der Englischen und Spanischen Literatur an der Universidad Nacional Autónoma de México, UNAM. Er wurde für sein schriftstellerisches Werk mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Carlos Pellicer-Preis für Poesie (Mexiko, 1990), mit dem Mexikanischen Staatspreis für Literatur (2015) und mit dem José Emilio Pacheco-Preis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Literatur (Mexiko, 2018). Aus seinem umfangreichen Werk, das mehr als zwei Dutzend Titel umfasst, seien nur die herausragendsten genannt: Cuaderno de noviembre (1976, und weitere Neuauflagen), Versión (1978, 2005) und Incurable (1987, und weitere Neuauflagen). David Huerta unterrichtet Literatur an der Universidad Nacional Autónoma de México, UNAM, an der er die Professur für Poesie in spanischer Sprache innehat.


Wolfgang Ratz

Wolfgang Ratz (Bilbao, Spanien, 1959)

Österreichischer Dichter, Liedermacher, literarischer Übersetzer und Herausgeber. Übersetzerstudium an der Universität Wien (Spanisch, Französisch). Er erhielt 1991 den 3. Preis für Lyrik des PEN-Clubs Liechtenstein und 2007 den irischen Féile Filíochta-Preis für internationale Lyrik. Veröffentlichte Gedichtbände: Zimt und Metall (2002), El idioma de las hormigas / Die Sprache der Ameisen (2004) und Hoja rota / Zerrissenes Blatt (gemeinsam mit Javier Tafur, 2007). Darüber hinaus ist er Mitherausgeber und Übersetzer der Anthologie Poesía entre dos mundos / Lyrik zwischen zwei Welten (2004). Als Liedermacher hat er folgende CDs veröffentlicht: Burundanga & Wiener Blues (2014), Überdosis Wien (mit Stefan Lichtenegger, 2017) und kürzlich Salamander Songs (2018). Wolfgang Ratz ist Mitbegründer des Festivals Lateinamerikanischer Poesie in Wien.


Cornelia Travnicek
Foto: © Helmut Lockinger

Cornelia Travnicek (St. Pölten, 1987)

Dichterin und Prosaautorin. Studium der Sinologie und Informatik an der Universität Wien. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Preis für junge AutorInnen von „Schreiben zwischen den Kulturen“ (2005), den Lise-Meitner-Preis (2009) und den Publikumspreis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (2012). Veröffentlichte Gedichtbände: mindestens einen der weißen wale (2015) und Parablüh. Monologe mit Silvia (2017). Einige Beispiele aus ihrem erzählerischen Werk: Die Asche meiner Schwester (Erzählungen, 2008) sowie die Romane Chucks (2014) und Junge Hunde (2015). Cornelia Travnicek ist als Researcher in einem Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung tätig.


Carmen Verde
Foto: © Jorge Wande

Carmen Verde (Caracas, Venezuela, 1967)

Dichterin, Essayistin und Verlegerin. Literaturstudium an der Universidad Católica Andrés Bello von Caracas, UCAB. 1999 erhielt sie für ihren Gedichtband Amentia den vom Venezolanischen Rechnungshof gestifteten Preis für Poesie. Aus ihrem dichterischen Werk seinen folgende Bände hervorgehoben: Magdalena en Ginebra (1997), Cuira (1997) und En el jardín de Kori (2015). Darüber hinaus sind ihre Gedichte in fünfzehn Anthologien verschiedener Sprachen aufgenommen worden. Nicht weniger bemerkenswert ist ihr essayistisches Werk, vor allem ihr mehrmals wiederaufgelegtes Buch: Cómo editar y publicar un libro. El dilema del autor (2013). Carmen Verde ist aber auch Mitbegründerin des Verlags Editorial Eclepsidra, eines der bedeutendsten Lyrik-Verlage Lateinamerikas. Derzeit unterrichtet sie Literatur an der Universidad Metropolitana de Caracas.


Ana Vidal Egea
Foto: © Vlad Borimsky

Ana Vidal Egea (Dolores de Pacheco, Spanien, 1984)

Schriftstellerin, Filmemacherin, Dramatikerin, Journalistin. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Publizistik an der spanischen Fernuniversität UNED, der Universidad Complutense von Madrid und der Universität von Helsinki. Auf den jeweiligen Arbeitsgebieten, in denen sie tätig ist, erhielt sie mehrere Preise und Auszeichnungen, u. a. war sie in Spanien 2016 unter den Finalisten für den Adonais-Preis für Poesie, 2017 wurde sie vom Barcelona Planet Film Festival und vom LA Filmforum in den USA als beste Regisseurin eines Dokumentarfilms geehrt, und 2018 erhielt sie in Spanien den Biblioteca de Alejandría-Preis in der Kategorie Roman. Sie hat bisher zwei Gedichtbände veröffentlicht: Dolores-Manhattan (2016) und Cuaderno de Asia (2016). Ihr erstes Theaterstück Dos mujeres wurde vergangenen März in New York unter ihrer Regie uraufgeführt. Derzeit arbeitet sie als Creative Writer für Google.


José
                  Antonio Dávila