was immer noch wŸnschenswert ist
und was nicht
meine
verbliebene zeit
ist
eine scheinbar nachgebende leine
meine tage
achtlos
in den topf geworfene erbsen
was soll
mich neugierig machen
nie hat es
mich in indische gebirge gezogen
armut
und unwissenheit zu studieren
ich muss
auch keine wasserfŠlle
beim
tosen belauern
und
touristen beim betrachten betrachten
berge
kšnnen mich nicht abschŸtteln
ich lass sie im
kraut
stŠdte
besuche ich wie cafes
ohne
vorangegangene sehnsucht
verschiedene
menschen halten mich
......auf
touren und auf trab
ihre
zustimmung ist mein gipfelglŸck
ihr
verstŠndnis fŸr meine kopfwanderungen
mein
reiseziel
© Elfriede
Gerstl, mein papierener garten
©
Literaturverlag Droschl, Graz - Wien 2006
die depperte gewohnheit
die
depperte gewohnheit
gern
im bett zu schreiben
rest aus
der zeit wo mir kein eckerl eigen
kein tisch
kein kastl - gar kein ruheort
jetzt ist
die wohnung vollgestopft
mit
bŸchern und mit kleidern
zum teil in sŠcken
schachteln koffern
so
wiederhole ich die zeit der flucht
die
zeit der armut
in
der s nicht Ÿblich war was wegzuschmeissen
mit angst
und krankheit falsch (meschugge)
umzugehen
hab ich
noch immer nicht so ganz verlernt
als wŸrde
einer jahrelang noch weitertrippeln
nachdem die
fesseln von den fŸssen
lŠngst
ihm abgenommen
© Elfriede
Gerstl, alle tage gedichte
© Franz
Deuticke Verlagsgesellschaft, Wien-MŸnchen 1999
in begleitung des mondes
der mond
schaut gross herein
in dieses
zugabteil
das buch
als schild
zwischen
mir und der welt
hinter mir
eine stadt
vor mir
eine stadt
hinter mir
die
ich verliere
vor mir
die
ich erwarte
ich schau
aus diesem zugabteil
noch bin
ich in bewegung
noch ist
der mond mein begleiter
© Elfriede
Gerstl, alle tage gedichte
© Franz
Deuticke Verlagsgesellschaft Wien -MŸnchen 1999
schšner tot sein
ein baum
werden
všgel zu
gast haben
das wŠr was
worauf
man sich freuen kšnnte
© Elfriede
Gerstl, mein papierener garten
©
Literaturverlag Droschl, Graz - Wien 2006
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